„Willkommen“ ist meist das erste was wir sagen, wenn wir einen Menschen in unserem Haus, unserem Raum willkommen heißen.
Ein ernst gemeintes herzliches willkommen kann einem wirklich die Seele erwärmen und das Herz öffnen.
Das wurde mir erst bewusst, nachdem ich genau die gegenteilige Erfahrung gemacht habe. Denn vor ein paar Jahren habe ich mich fast nirgends mehr willkommen gefühlt.
Leider nicht einmal in der Gegenwart meiner eigenen Familie.
Zu Hause ist ein Begriff der ich erst seit neustem eine tiefere Bedeutung hat, die jetzt auch mit einem positiven Gefühl belegt ist.
Doch lange Zeit war ich einfach immer auf der Suche.
Auf der Suche nach etwas.
Nach mir.
Nach einem zu Hause.
Nach dem Ankommen.
Eine tiefere Suche nach einem Ort, indem ich mich einfach mal fallen lassen kann, nach all dem Gerenne und Gehetze in meinem Leben.
Von hier nach dort, von oben nach unten.
Manchmal ziellos und traurig umher wandern.
Wo bin ich wirklich zu Hause, hab ich mich irgendwann gefragt.
Spätestens, ab dem Zeitpunkt ab dem ich von meinem eigenen Opa aus dem Haus geschmissen wurde, habe ich mich sehr lange nirgendwo mehr „daheim“ gefühlt.
Ich habe mich auch nicht bei meinem Opa im Haus „daheim“ gefühlt. Dort war ich von Anfang an nur ein geduldeter Geist, wie auch anschließend bei meiner Mutter und ihrem Freund, oder meiner Schwester und ihrem Ehemann.
Das waren nicht meine Zu Hauses.
Das waren Orte, die ich besuchen durfte.
Eine Zeit lang durfte ich sie mit meiner Anwesenheit schmücken und sobald ich merkte, dass diese nicht mehr als Schmuck angesehen wird, hab ich mich auch schon wieder auf den Weg gemacht.
Auf die Suche.
Nach einem Hause.
Es hat sehr lange gedauert, bis ich es gefunden habe.
In der Zwischenzeit bin ich nochmal bei einer alten Flamme untergekommen, die mich nur eine kurze Zeit ertrug, genauso, wie ich sie, denn meine Seele hat nach Heilung geschriehen.
Sie hat sich gesehnt nach einem Ort, indem sie einfach sie selbst sein kann.
Einem Ort an dem sie sich ausbreiten und loslassen kann.
Einen Ort an dem sie heilen kann.
Meine Seele, auf allen Ebenen des Seins.
Es war ein langer Weg.
Oder sollte ich sagen…das ist es noch.
Ein Weg, aber, ob er lang ist weiß ich nicht, denn eigentlich hab ich kein richtiges Verhältnis, außer das zu meinem eigenen Lebensweg.
Mein Lebensweg zurück zu mir.
Oder sollte ich ihn die Reise zurück zu meinem Ursprung, meinen Wurzeln nennen.
Verwurzelt sein in mir.
Das ist das, was mir eigentlich gefehlt hat.
Nicht ein zu Hause, irgendwo.
Sondern das heimisch fühlen in mir, egal, wo ich bin.
An diesem Punkt bin ich jetzt angelangt.
Es ist ein schönes Gefühl, denn ich bin viel auf Reisen durch den materiellen Raum und trotzdem fühle ich mich in mir, in diesem Moment zu Hause.
Doch wisst ihr was?
Ich weiß es so zu schätzen und ich bin zutiefst Dankbar, wenn ich spüre, dass ich wirklich an einem Ort willkommen bin.
Das kann ein Ort in der Natur sein, oder bei jemandem zu Hause.
Das kann ein Hotel sein, ein Gasthaus, oder ein Restaurant.
Wenn ich herzlich empfangen werde, geht mein Herz auf und ich fühle mich willkommen an diesem Ort, für diesen ganz besonderen Moment in der Raumzeit, den ich dort verbringen darf.
Viele Orte in der Natur haben mich schon willkommen geheißen. Auf allen Ebenen des Seins wurde ich von der großen Mutter aller Dinge schon n vielen orten willkommen geheißen.
Doch in den letzten 3 Jahren durfte ich auch erleben, wie es sich anfühlt, wenn ich mich absolut nicht willkommen fühle.
Ich spreche nicht davon, dass jemand meine Anwesenheit geduldet hat, sondern davon, das ich spürte, was es heißt wirklich nicht willkommen zu sein, auf allen Ebenen des Seins.
Das war damals bei meinem Opa.
Der Freund von meiner Mutter heißt mich auch nie willkommen.
Und ich habe mich auch schon virtuelle, oder unterdimensional in einem Raum, oder einer Community nicht willkommen gefühlt.
Erst spürte ich, dass meine Präsenz nur geduldet wurde, was sich auch nicht besonders gut anfühlt, doch das schlimmste ist, wenn das Wesen eines Gegenüber einem so klare Signale schickt, dass es wirklich weh tut noch eine Sekunde im selben Raum zu verbringen.
Ganz egal, ob virtuell oder auf der Metaebene, auf der Astralebene in der Energie, oder im Ether.
Es ist ein schreckliches Gefühl sich nicht willkommen zu fühlen.
Und es ist auch kein schönes Gefühl, nur als geduldeter Gast wahrgenommen, oder angenommen zu werden.
Aber so war es oft in den letzten Jahren.
Heute weiß ich, dass es mir dabei half zu verstehen und zu fühlen, was es wirklich heißt bei mir anzukommen.
Aber das Gefühl des nicht willkommen seins hat sich so schmerzhaft in meinem Wesen eingebrannt, dass ich mich eine ganze Weile erstmal an Orten nicht getraut habe, mich in meiner Fülle und in meinem Wesen auszubreiten.
Ich habe mich nicht getraut ganz da zu sein.
Sogar an familiären Orten.
Heute wertschätze ich ein herzliches Willkommen auf allen Ebenen des Seins.
Ich bin dankbar und ich lass es die Gastgeber auch immer spüren.
Ich spreche es immer aus.
Erst Heute habe ich verstanden, wieso ich das mache.
Erst heute habe ich verstände, dass ich das sehe und wahrnehme, weil ich das komplette Gegenteil von dem empfunden und erlebt habe.
Und das auf allen Ebenen des Seins, sogar über den materiellen Raum hinaus.
Ganz echt und ganz wirklich vom Herzen eines Menschen, oder Wesens an einem Ort willkommen geheißen zu werden ist eines der wertvollsten Erlebnisse, die es gibt.
Das seh ich heute.
Früher habe ich das nicht gesehen, well ich nicht wusste, wie es sich anfühlt nicht willkommen zu sein. Doch heute kenne ich beides.
Heute weiß ich wie sich beides in der Tiefe anfühlt.
Dafür bin ich dankbar.
Ich bin auch Dankbar für die Realisation, dass ich das jetzt so zu schätzen weiß und auch so sehen und annehmen kann.
Erst jetzt eröffnen sich mir neue Welten und ich frage mich, wo die Wunde des „nicht willkommen Fühlens“ ihren Ursprung hat.
Ist das schon einmal passiert in meiner Kindheit, oder Im Teenager dasein.
Ich hab oft spekuliert, ob mein Vater überhaupt wollte, dass ich geboren werde, weil er bis heute sagt, dass er es bereut Kinder bekommen zu haben.
Einerseits, weil er nicht der Beste Vater ist. Aber wer ist das schon.
Und andererseits, weil er sich glaube ich wirklich ein anderes Leben gewünscht hätte.
Naja, das hätte er sich auch mal früher überlegen sollen.
Ich weiß, dass meine Oma und mein Opa mich willkommen geheißen haben, mit ihrem Herzen.
Aber ich weiß nicht, ob meine Eltern es getan haben und ob meine Oma und mein Opa es nur getan haben, weil sie gespürt haben, das meine Eltern es nicht konnten?
Fragen über Fragen.
Wo sind nur die Antworten.
Ich frage mich wie ich diese Wunde in der tiefe Heilen kann, oder ob es schon damit getan ist, dass ich mich in mir selbst willkommen fühle.
Oder, ob es schon damit beginnt sich in dieser Welt auf der Erde im materiellen Dasein willkommen zu fühlen.
Ich frage mich, ob das möglich ist.
Ich glaube, dass ein Kind ganz genau spürt, ob es willkommen ist in dieser Welt.
Es spürt, ob seine Eltern es wollen oder nicht.
Und ich glaube auch, dass das Leben des Kindes sich auch dementsprechend ausrichtet, denn wie tief muss es schmerzen, wenn ein Kind sich bei seinen eigenen Eltern nicht willkommen fühlt.
Während der Geburt und der Ankunft in dieser Welt und darüber hinaus im Leben.
Erst jetzt beginne ich zu begreifen, wie tief die Wunde eines Waisenkindes sein muss.
Oder die eines Kindes, das von der eigenen Mutter, oder von dem eigenen Vater nicht gewollt wurde.
Erst jetzt verstehe ich, wie tief diese Wunde sein kann.
Erst jetzt nehme ich sie wahr in mir und meinem Wesen.
Ich habe viel geheilt, würde man in meinen kreisen sagen.
Das heißt eigentlich nur so viel, wie:
Ich bin mir bewusst geworden über die Wunden, Themen und Traumata in meinem Leben.
Zumindest über manche.
Manche liegen vielleicht noch verborgen, wie es bis Gestern noch die Wunde des nicht willkommen Fühlens im Leben war.
Doch vieles wurde mich auch schon offenbart.
Bzw. schien ich für vieles, das sich mir zeigen wollte bereit gewesen zu sein.
Natürlich an verschiedenen Zeitpunkten in der Raumzeit, denn alles auf einmal, das hätte ich glaube ich nicht verkraften können.
Aber ist es nicht umso schöner, dass es die Zeit gibt?
Sodass ich mir nach und über Themen bewusst werden kann?
Was für ein großes Geschenk, die Zeit und das Leben selbst doch ist.
Und das natürlich auf allen Ebenen des Seins.
Ich bin Dankbar.
Ich fühle mich willkommen.
Willkommen in mir.
Und somit weiß ich, dass sich das auch in der Welt spiegelt.
Es spiegelt sich in der Art und Weise, wie mir Menschen begegnet.
Es spiegelt sich darin, wie ich von Menschen begrüßt werden, von Orten, von Wesen.
Es spiegelt sich in allem, was ist.
Ich bin willkommen in der Welt.
Weil ich angekommen bin in mir.
Und auch, wenn ich heute noch spüre, dass der Freund meiner Mutter mich nicht so willkommen heißt.
Bin ich angekommen in mir.
Und das reicht mir.
In Liebe,
Janine

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