Grenzenlosigkeit.
Ein Traum oder ein Teil der Wirklichkeit?
Ein Teil der Erfahrung auf dieser Welt beinhaltet das Erleben von Individualität.
Ich. Du. Wir. Ihr. Sie.
Alles Bezeichnungen, die Grenzen etablieren, vielleicht sogar auf allen Ebenen des Seins.
Aber darauf gehe ich später nochmal ein.
So viele Formen und Farben.
Eine Welt der Elemente, Dinge, Wesen, Pflanzen.
Eine sinnliche Erfahrung eines göttlichen Ausdrucks in verschiedenen Formen.
Ich liebe meinen Körper. Das konnte ich nicht immer sagen, aber heute kann ich es. Es gibt vielleicht auch Teile, oder Stellen, die ich mir anders vorstellen könnte.
Doch in der Essenz liebe ich das, was ich erschaffen habe.
Und was für ein Glück, dass es mich und meinen Körper gibt, sodass ich, das ich und mich auf allen Ebenen erfahren kann.
So viel kann ich erleben und erfahren.
Durch mein Sein.
Mein ich.
Durch meinen Körper.
Ich bin froh, dass ich jetzt an diesem Punkt in meinem Leben angelangt bin und dass ich dieses menschliche Dasein auf diese Art und Weise schätzen und lieben kann.
Es hat auch einige Jahre gedauert, bis ich mein Bewusstsein dafür öffnen konnte, alles in der Tiefe zu erleben.
Und erst jetzt wird mir bewusst, dass dieses tiefere Erleben nur möglich war, weil ich den Mut hatte mich dem zu stellen, was ich in der Vergangenheit verdrängt habe.
Emotionen, körperliche Schmerzen und tiefsitzende Erlebnisse, die irgendwie in meinem Wesen und meinem Körper ihre Spuren hinterlassen haben.
Doch nach und nach habe ich sie entpackt.
Ein Packet nach dem anderen in meinem ganz eigenen Rhythmus und immer nur so viel, wie ich wirklich vertragen konnte.
Manchmal wollte ich schon mehr, das geb ich zu. Manchmal bin ich vielleicht auch zu weit gegangen und habe meine eigenen Grenzen übergangen, aber auch das hat mir gezeigt, dass ich bewusster uns sanfter mit mir umgehen darf auf allen Ebenen des Seins.
Die Wahrnehmung von Grenzen zu stärker und ein Gefühl dafür zu bekommen, was meine eigenen Grenzen sind und dafür, wann ich oder jemand oder etwas sie überschreitet, das hat auch sehr lange gedauert.
Auch, wenn Zeit relativ ist.
Die Arbeit mit Grenzen, war nicht immer mein Spezialgebiet und sie ist es auch heute noch nicht, denn ich lerne immer und immer wieder neues dazu im Laufe dieser Erfahrung, die sich Leben nennt.
Um ehrlich zu sein, habe ich mich nie gerne damit beschäftigt.
Aber in diesem Moment in meinem Leben, wird mir viel über die Arbeit mit Grenzen offenbart. Und ich werde immer bewusster darüber, was meine Grenzen sind und wie ich sie auf eine schöne Art und Weise ehren und anerkennen kann.
Das komplizierte an der Arbeit mit Grenzen ist, das sie fluide sind. Hinzu kommt noch, dass sie sich mit unserer Tagesform ändern und neu ausrichten.
Sowie sie sich auch in bestimmten Situationen ändern und neu etabliert und gezogen werden dürfen.
Ich fand das immer nervig, weil ich mir dachte, der Mensch, mein Gegenüber muss doch ein Gefühl dafür haben, wenn er oder sie eine Grenze überschreitet.
Ich dachte mir, es kann doch nicht, sein, dass so viele Menschen absolut kein Gefühl für meine Grenzen haben.
Natürlich habe ich das alles immer direkt persönlich genommen, wenn es so war und damit auch die Person direkt aus meinem Leben verbannt.
Göttin sei dank, habe ich in meinem Leben dazugelernt und dabei habe ich herausgefunden, dass nicht jeder Mensch, der Grenzen überschreitet direkt böse Absichten hat.
Im Gegenteil, jetzt sehe ich viele „Grenztester“ als Helferchen auf meinem Weg.
Denn sie unterstützen mich darin mehr und mehr Klarheit darüber zu bekommen, was ich wirklich will und darüber, was wirklich meine Grenzen sind.
Sie helfen dabei mein Gefühl für meine eigenen Grenzen zu verfeinern und somit auf einer tieferen Ebenen zu lernen, sie zu fein justieren.
Ich bin ein ewiger Schüler, denn ich lerne jeden Tag dazu.
Die Fluidität des Lebens hat mir viel gezeigt, doch zu erst durfte ich mir darüber bewusst werden, dass es sie gibt.
Das Leben ist so Komplex und manche Lebenssituationen, in die wir geraten sind noch viel komplexer.
In jedem Moment erinnere ich mich daran, dass ich bewusste Entscheidungen treffen kann. Ich ärgere mich, wenn ich es vergesse und mich im Wirrwarr des Leben verirre oder kurz verliere.
Das Gute ist, dass diese Momente nicht von langer Dauer sind, denn mittlerweile schaffe ich es mich schnell daran zu erinner, dass ich mich immer wieder neu fokussieren und neu ausrichten kann.
Das ist ein schönes Gefühl und ich bin dankbar dafür, denn es stärkt mich in meinem Sein und darin in meine Fähigkeiten zu vertrauen.
Ich erinnere mich auch daran, dass jede Situation eine Einladung ist, mich zu entwickeln und bewusster mit ihr umzugehen.
Manchmal bin ich immer noch sehr hart zu mir und ich denke mir „Das hättest du doch wissen müssen, Janine“, oder „Das hättest du dir denken können“, aber nein manche Dinge kann ich zu im Jetzt erleben.
Vieles kann ich erfühlen, weil ich in Zeitlinien hineinstürzen kann, doch das erleben im hier und jetzt ist ein Teil des Mensch seins und daran darf ich mich auch gerne erinnern.
Ich schreibe darüber, weil es mir dabei hilft diese Informationen und Themen zu verarbeiten und weil ich sie so tiefer in meinem Wesen verinnerlichen und verankern kann. Das ist ein schönes Gefühl.
Das Grenzen setzen ist definitiv eine Kunst für sich, so wie auch das Lieben eine Kunst für sich ist.
Aber ich habe keine Angst mehr davor und ich lerne immer bewusster meine Grenzen zu kommunizieren.
Das People Pleasing Programm, was sich im Laufe meines Lebens etabliert hat, hat es mir nicht gerade einfach gemacht, aber ich habe einfach keine Lust mehr den Erwartungen anderer Menschen zu entsprechen.
Und in diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich das nur gemacht habe aus Angst vor ihrer Reaktion. Was wird mir entgegengebracht? Wut? Enttäuschung? Trauer?
Aber all das hat absolut nichts mit mir zu tun.
So mag ich von diesem Moment an meine Gefühle ehren und meine Grenzen ganz klar ziehen und auch kommunizieren.
Und auch, wenn ich mir jetzt denke, „Schon wieder etwas neues, schon wieder ein neues Programm“, weiß ich trotzdem, dass ich gut für mich ist, das zu lernen und die Fähigkeiten zu trainieren und zu stärken sie offen und ehrlich zu kommunizieren.
Das Thema Kommunikation hat sich auch diese Woche wieder gezeigt.
Zum Beispiel wurde mir bewusst, dass ich in Situationen, in denen ich gefragt werde wie es mir geht, es immer noch vermeide meine inneren Prozesse zu teilen und die Wahrheit zu sagen.
Vielleicht darf ich mir auch selbst den Raum geben das zu tun, wenn mir auch dafür der Raum gegeben wird. Ob es die Menschen wirklich interessiert ist ein anderes Thema, aber ich kann mir treu bleiben und die Wahrheit sagen.
Das darf ich auch verinnerlichen.
Ich gebe mir selbst den Raum meine wahren Gefühle zu kommunizieren.
Gefühle sind Wegweiser.
Manchmal wird uns abtrainiert auf unsere eigenen Gefühle zu hören und manchmal trainieren wird das selbst ab.
Ich denke bei mir, war es ein bisschen was von beidem.
Mal sehen, wie sich die Dinge entwickeln, jetzt wo mir vieles bewusst wurde.
Ich halte auf dem Laufenden ihr Wunder auf der Welt und küsse eure Herzen, wenn ihr offen dafür seid.
In Liebe,
Janine

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