Sei ehrlich.
Wie oft hat du diesen Satz in deiner Kindheit gehört?
Ich weiß nicht mehr genau, wie oft, aber ich weiß, dass ich ihn im Laufe meines Lebens viele male gehört haben muss.
So oft, dass es sich irgendwann so tief in mein System gebrannt hat, dass es zu einem automatischen Programm meines Unterbewusstseins wurde.
Erst heute wurde mir bewusst, was für eine Angst ich davor habe, andere Menschen wütend zu machen. Dabei geht überhaupt nicht darum, ob es absichtlich geschieht, oder ausersehen, weil ich im Grunde absolut nichts dafür kann, wenn Menschen wütend werden, auch wenn ich es beabsichtige, sind sie es die sich entscheiden, Wut zu leben.
In erster Linie geht es darum, dass mir bewusst geworden ist, dass diese Angst davor jemanden wütend zu machen mich selbst in meinem Ausdruck auf allen Ebenen einschränkt.
Oder besagt habe ich mich dadurch selbst mein ganzes Leben lang zurück gehalten.
Was für ein absurder Gedanke und was für eine Verschwendung meines kostbaren Lebens und meiner kostbaren Lebenszeit ?!
Das macht mich wütend, wenn ich darüber nachdenke und natürlich schieb ich am liebsten die Schuld auf meinen Vater, der gerne jede Gelegenheit nutzt, um wütend zu werden, was mir als Kind oft Angst gemacht hat.
Dann könnte ich auch gleich von meinem People Pleasing Programm berichten und davon, wie es mein Leben geformt hat und natürlich geb ich dafür auch am liebsten die Schuld dafür, dass ich früher immer das Wohl aller anderen vor mein eigenes gestellt habe, meinem Vater.
Aber jetzt seinen wir mal ehrlich…
Diese ganzen Schuldzuweisungen bringen mir nichts.
Sie haben mir nie etwas gebracht und das habe ich der Göttin sei Dank auch irgendwann in der Tiefe begriffen. Doch trotzdem werde ich manchmal noch wütend, wenn ich darüber nachdenke, wie ich mich selbst durch diese Unterbewussten Programmierungen eingeschränkt habe, auch, wenn ich nicht einmal etwas dafür kann, weil es eben, wie der name schon sagt Unterbewusste Programme waren und manchmal noch sind.
Und dann, wenn so langsam die Wut verfliegt und ich dankbar dafür bin, dass ich mir endlich über dieses Programm bewusst geworden bin, oder umgekehrt, fließt Frieden in mein System, denn die Bewusstwerdung löst automatisch die Muster und Programmierungen auf, sodass ich bewusst eine andere Realität kreieren kann.
Dafür bin ich sehr dankbar, wenn ich darüber nachdenke.
Heute habe ich mich zum ersten Mal gefragt, wie ich die Angst davor andere Menschen wütend zu machen, komplett auflösen kann, sodass ich mich in meinem Sein und in meinem Handeln nicht mehr so einschränke.
Erst heute ist mir bewusst geworden, wie viele Schritte ich immer verkalkuliert habe und wie viele mögliche Szenarien ich in meinem Geiste durchgegangen bin, die dazu führen könnte, dass eine Person wütend wird und alle anderen Szenarien und Zeitlinien, die vielleicht das Gegenteil erzeugen würden.
Was für ein gewaltiger Aufwand and Energie und Gedankenkraft ?
Und was für eine Riesen Zeitverschwendung.
Ich trauere um die Zeit, die ich mehr gehabt hätte, und um die Energie, die ich hätte in viele Dinge investieren können, die mich auf einer tieferen Ebene nähren.
In diesem Moment bin ich mir auf jeden Fall zu hundert Prozent darüber im klaren, dass ich dieses Programm nicht mehr Leben möchte.
Ich möchte frei sein in meinem Handeln und in meinem Wirken, ohne Angst davor, ob jemand wütend werden könnte, oder ob jemandem das gefällt, was ich sage oder was ich mache.
Ich möchte mir treu sein in meinem Ausdruck und mich frei entfalten auf allen Ebenen in allen Richtungen des Seins.
Doch wie schaffe ich es mich in jedem Moment daran zu erinnern, dass ich keine Angst mehr davor haben brauche, ob jemanden das, was ich sage oder mache wütend macht ?
Und was, wenn ich dann doch mal wieder Angst bekomme?
Was mache ich dann?
Ich werde auch traurig, wenn ich an all diese Male denke, in denen ich es mir nicht erlaubt habe wütend zu werden und das zum Ausdruck zu bringen.
Ich denke aber auch an die Male in denen ich es mir erlaubt und daran, dass sie zu Gewalt auf allen Ebenen geführt haben.
Letztens habe ich erst gelesen, dass Wut etwas ganz natürliches ist und dass es ganz natürlich ist wütend zu werden, wenn ein Mensch sich ungerecht behandelt fühlt.
Doch dadurch, dass mein Vater so oft wütend wurde und ich mir immer dachte, „ was für eine Energie und Zeitverschwendung“, scheine ich das in mir oft vollkommen unterdrückt zu haben, oder ich habe die Wut in Tränen umgewandelt und in Wasser alchemiert, weil das Wasser nie so furchteinlösend war wie das Feuer.
Seit längerem bekomme ich schon Zeichen, dass die Wut in mir, oder ich drücke es anders aus, dass das Feuer in mir eine gewaltige Rolle in der Entfaltung meines Wesens spielen kann.
Aber die Angst ist doch manchmal noch größer, als das Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten, die Wut in etwas zu transformieren, was mich in meinem kreativen Dasein erfrischt und unterstützt.
Ich denke da an Avatar und daran, dass das letzte Element, was Aang meistern durfte, dass Feuer war und ich kann mir langsam denken, welche Gründe das haben kann.
Wie meistere ich das Feuer Element in mir?
Wie kann ich sie frei lassen, meine ganze Kraft und sie so leben, dass ich mich innerlich frei entfalten kann?
1 TAG SPÄTER

Nun habe ich mir die Zeit genommen, um wirklich mal in das Feuer in mich zu spüren. In einer tiefen Meditation / einem tiefen Channeling habe ich das Feuer in mir befreit und aktiviert.
Mir wurde gesagt, wie das heilige Feuer der Frauen in unserer Gesellschaft immer mehr und mehr unterdrückt wurde, bis nur noch eine kleine schwache Flamme übrig blieb.
Doch wir haben die Möglichkeit dieses innere Feuer zu jeder Zeit zu entfalten und es in seiner vollen Größe zu entfachen, wir dürfen uns schlicht und einfach nur dazu entscheiden, dass innere Feuer atmen und sich in seiner vollen Größe entfalten zu lassen.
Somit erlauben wir uns als Menschen auch dieses heilige Feuer zu Leben und in unserer vollen Größe zu erstrahlen
Viel ist mir klar geworden auf dieser inneren Reise. Vieles war unterbewusst schon immer präsent, doch ich konnte durch meine heilige Ahnenarbeit noch ein Stückchen tiefer in die Zellen und das Ahnenfeld eintauchen und so das Feuer in meiner gesamten Ahnenlinie wieder zum lodern bringen.
Es war ein wunderschönes Gefühl mich mit all den Ahnen und Ahninnen zu verbinden, die das heilige Feuer über so viele Jahre getragen und bewahrt haben.
Nun fühle ich mich geehrt und gesegnet, dass ich ein Teil dieser starken Ahnenlinie bin und ich habe mir in meiner Meditation die Erlaubnis gegeben, das Feuer in seiner vollen Größe sich entfalten zu lassen und somit habe ich mir auch selbst erlaubt in meinem vollen glänz zu erstrahlen.
Ich werde damit spielen in den nächsten Tagen und Wochen und ganz bewusst darauf achten, was das Feuer in manchen Situationen macht und auch besonders darauf, wann sich alte mir nicht mehr dienliche Programme in mir bemerkbar machen.
Ich erinnere mich an das heilige Feuer in mir und ich habe mir versprochen es zu ehren und zu nähren aus allen Ebenen des Seins.
Jetzt bin ich sehr gespannt, wie sich die nächsten Tage und Wochen entwickeln und entfalten.
Zugriff zur Meditation bekommt ihr HIER. ( auf englisch )
Wie sieht euer inneres Feuer aus?
Lasst ihr es Atmen?
Darf es sich entfalten?
Schreibt gerne in die Kommentare.
In Liebe,
Janine

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